Schlussfolgern (zwischen den Zeilen lesen)
Schlussfolgern heißt herauszufinden, was der Text nicht direkt sagt, mit Hilfe von Hinweisen im Text und deinem Vorwissen. Man nennt es auch zwischen den Zeilen lesen.
Deutsch · 6–8 Jahre · 50 Minuten
Die Kinder erschließen, wie sich Figuren fühlen und was gerade passiert, indem sie Hinweise aus Bildern und Text mit ihrem Vorwissen verbinden, und begründen ihre Gedanken mit Belegen.
Bei jedem Klick neu erzeugt und am Bildschirm sofort korrigiert.
Halten Sie die Lupe hoch. „Heute sind wir Lesedetektive. Detektive bekommen die Lösung nicht verraten. Sie finden Hinweise und kommen selbst darauf.“
Beschreiben Sie sich selbst als Rätsel: „Ich bin heute Morgen mit einem nassen Regenschirm und schlammigen Stiefeln gekommen. Wie war wohl das Wetter?“ Es hat geregnet! „Das habe ich gar nicht gesagt. Woher wisst ihr das?“
„Ihr habt Hinweise benutzt, den Schirm und den Schlamm, und dazu das, was ihr über Regen wisst. Das nennt man eine Schlussfolgerung.“
Zeichnen Sie die Tabelle: Hinweis + Was ich weiß = Ich glaube …
Zeigen Sie es an der Szene oben und denken Sie dabei laut:
„Ich sehe … (etwas im Bild benennen). Ich weiß, dass … (was das meistens bedeutet). Also glaube ich … (die Schlussfolgerung).“
Bitten Sie dann die Kinder um je eine Schlussfolgerung, immer zuerst mit dem Hinweis. Haken Sie freundlich nach: „Wo siehst du das? Zeig es mir mit dem Finger.“
Gehen Sie nun von Bildern zu Wörtern. Schreiben Sie: In Mateos Bauch kribbelte es, als wären Schmetterlinge darin.
„Sind da echte Schmetterlinge in seinem Bauch?“ Nein! „Was will uns die Autorin dann sagen? Wie fühlt sich Mateo?“ Aufgeregt. Besorgt.
„Das Wort besorgt steht da gar nicht. Wir haben es selbst herausgefunden. Autorinnen und Autoren zeigen ein Gefühl oft, statt es zu nennen, und wir Leserinnen und Leser müssen es erschließen.“
Füllen Sie die Tabelle aus: Hinweis: Schmetterlinge im Bauch / Was ich weiß: Wenn ich aufgeregt bin, kribbelt mein Bauch / Ich glaube: Mateo macht sich Sorgen wegen der neuen Schule.