Schlussfolgern (zwischen den Zeilen lesen)
Schlussfolgern heißt herauszufinden, was der Text nicht direkt sagt, mit Hilfe von Hinweisen im Text und deinem Vorwissen. Man nennt es auch zwischen den Zeilen lesen.
Deutsch · 7–8 Jahre · 50 Minuten
Die Kinder zeigen mit einem angehängten s, dass etwas jemandem gehört (Amirs Mütze), schreiben dieses Besitz-s ohne Apostroph, setzen den Apostroph nur bei Namen, die auf s, ß, x oder z enden (Max’ Ball), und unterscheiden das Besitz-s vom Plural-s.
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Fundkiste: Sammeln Sie vor der Stunde ein paar Gegenstände von Kindern ein: ein Federmäppchen, eine Mütze, eine Trinkflasche. Halten Sie einen hoch. „Wem gehört das?“ Das ist die Mütze von Amir!
„Das kann man auch kürzer sagen: Das ist Amirs Mütze. Das schreiben wir auf.“ Schreiben Sie Amirs Mütze an die Tafel. „Seht ihr das kleine s an Amir? Das hat eine besondere Aufgabe: Es zeigt, dass die Mütze Amir gehört.“
Machen Sie zwei weitere Beispiele. Die Kinder schreiben jedes Schild mit auf ihr Whiteboard.
„Wenn etwas jemandem gehört, schreiben wir zuerst den Namen, hängen ein s an, und dann kommt das, was ihm gehört.“
Schreiben Sie ein großes Beispiel mit Pfeilen: Amir + s + Mütze = Amirs Mütze.
„Ein schneller Test: Dreh es um. Die Mütze von Amir wird zu Amirs Mütze. Der Besitzer steht immer vorn.“
„Und jetzt das Wichtige: Zwischen Amir und s kommt kein Strich. Im Englischen schreibt man da so ein Häkchen, einen Apostroph. Im Deutschen nicht.“
Zeigen Sie dann die Ausnahme. Schreiben Sie Max und Klaus an die Tafel. „Wenn wir hier noch ein s anhängen, wird es komisch: Maxs Ball? Klauss Fahrrad? Das kann man kaum lesen. Darum schreiben wir bei Namen, die schon mit s, ß, x oder z aufhören, nur den Apostroph: Max’ Ball, Klaus’ Fahrrad, Fritz’ Hund.“ Sprechen Sie dabei laut: „Max’ Ball“ klingt wie „Max Ball“ – oder man sagt einfach „der Ball von Max“.
Zeigen Sie zum Schluss, warum das Mitdenken hilft:
„Beide Wörter enden mit s. Frag dich: Macht dieses s aus einer Oma mehrere, oder zeigt es, dass etwas jemandem gehört? Einen Apostroph braucht übrigens keins von beiden.“
Für die Erweiterung (3 Minuten): „Bei Dingen, die keinen Namen haben, sagen wir es anders: der Napf des Hundes, das Ohr des Hasen, die Taschen der Mädchen.“ Das ist der Genitiv; die Kinder müssen ihn hier nur erkennen, nicht benennen.