Schlussfolgern (zwischen den Zeilen lesen)
Schlussfolgern heißt herauszufinden, was der Text nicht direkt sagt, mit Hilfe von Hinweisen im Text und deinem Vorwissen. Man nennt es auch zwischen den Zeilen lesen.
Deutsch · 6–7 Jahre · 50 Minuten
Die Kinder verbinden mit den Bindewörtern und, weil und aber zwei Gedanken zu einem Satz, wählen das Bindewort passend zur Bedeutung und bemerken, dass nach weil das Verb ans Ende rutscht.
Bei jedem Klick neu erzeugt und am Bildschirm sofort korrigiert.
Mach meinen Satz fertig: Sagen Sie die erste Hälfte und lassen Sie die Kinder Enden hereinrufen.
„Ich ziehe meine Jacke an, weil …“ es kalt ist. Es regnet.
„Ich wollte draußen spielen, aber …“ es hat geregnet. Mein Freund war krank.
„Ich habe mein Brot gegessen und …“ etwas getrunken. Dann bin ich spielen gegangen.
Fragen Sie: „Hat das kleine Wort in der Mitte verändert, was ihr danach gesagt habt?“ Ja. Das Wort lenkt den Satz.
„Wörter, die Gedanken miteinander verbinden, heißen Bindewörter. Jedes hat eine andere Aufgabe.“
Halten Sie die Karten nacheinander hoch und machen Sie zu jeder eine Geste:
Verbinden Sie an der Tafel zwei kurze Sätze: Die Sonne schien. + Wir gingen an den See.
„Welches Bindewort passt? Die Sonne schien und wir gingen an den See. Geht. Jetzt drehen wir es um: Wir gingen an den See, weil die Sonne schien. Oh, das sagt uns, warum. Was gefällt euch besser?“
Machen Sie hier auf eine deutsche Besonderheit aufmerksam. Schreiben Sie untereinander:
„Schaut, wohin das Tuwort wandert! Nach weil rutscht es ganz ans Ende.“ Die Kinder müssen das nicht erklären können; es reicht, wenn sie es hören und nachsprechen. Erwähnen Sie auch kurz: Vor weil und vor aber steht ein Komma.
Zeigen Sie dann Ich wollte ein Eis. + Der Laden hatte zu.
„Kann ich weil nehmen? Ich wollte ein Eis, weil der Laden zuhatte. Das ergibt keinen Sinn! Dass der Laden zuhatte, ist nicht der Grund, warum ich ein Eis wollte. Es ist das Problem. Also heißt es aber.“