Schlussfolgern (zwischen den Zeilen lesen)
Schlussfolgern heißt herauszufinden, was der Text nicht direkt sagt, mit Hilfe von Hinweisen im Text und deinem Vorwissen. Man nennt es auch zwischen den Zeilen lesen.
Deutsch · 8–9 Jahre · 55 Minuten
Die Kinder finden Satzglieder, die angeben, wann, wo oder wie etwas geschieht (adverbiale Bestimmungen), stellen sie mit der Umstellprobe an den Satzanfang und achten darauf, dass das Verb dann an zweiter Stelle steht und nach der Angabe kein Komma folgt – außer nach einem Nebensatz.
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Schreiben Sie an: Die Katze schlief.
„Das ist ein Satz, aber ein ziemlich schlichter. Ich will mehr wissen. Wann hat die Katze geschlafen?“ Hängen Sie die Ideen der Kinder an: Die Katze schlief nach dem Mittagessen.
„Wo?“ Die Katze schlief nach dem Mittagessen auf der sonnigen Fensterbank.
„Wie?“ Die Katze schlief nach dem Mittagessen friedlich auf der sonnigen Fensterbank.
„Jedes dieser Stücke sagt uns mehr darüber, was passiert. Man nennt sie adverbiale Bestimmungen – oder einfacher: Angaben zu Wann, Wo und Wie.“
Zerschneiden Sie den Satzstreifen in seine Satzglieder: Die Katze / schlief / nach dem Mittagessen / friedlich / auf der sonnigen Fensterbank. Legen Sie schlief auf die farbige Verbkarte.
„Satzglieder kann man umstellen. Schaut her.“ Schieben Sie Nach dem Mittagessen nach vorn.
„Nach dem Mittagessen schlief die Katze friedlich auf der sonnigen Fensterbank. Was ist mit dem Verb passiert?“ Die Kinder bemerken: Es steht immer noch an zweiter Stelle, und die Katze ist nach hinten gerutscht. „Das Verb ist im deutschen Aussagesatz wie ein Anker: Es bleibt auf Platz zwei, egal, was wir nach vorn holen. Das nennt man Umstellprobe.“
„Und brauchen wir hier ein Komma? Lest den Satz laut. Nein – nach Nach dem Mittagessen kommt kein Komma.“
Sortieren Sie Beispiele in die Reifen Wann?, Wo? und Wie?:
„Warum stellt eine Autorin so eine Angabe nach vorn?“ Damit nicht jeder Satz gleich anfängt. Damit man zuerst weiß, wo wir sind. Damit es spannend wird.
Lesen Sie den Anfang von Mittagessen von der Sonne vor: In der Atacama-Wüste im Norden Chiles regnet es fast nie …
„Womit beginnt dieser Satz? Mit Wo?. Die Autorin zeigt uns zuerst den Ort, bevor etwas passiert. Und seht ihr? Das Verb regnet steht an zweiter Stelle, und es gibt kein Komma.“
Zeigen Sie zum Schluss die Ausnahme: Weil es kalt war, zogen wir unsere Jacken an. „Hier steht vorne nicht nur ein kleines Stück, sondern ein ganzer Satz mit eigenem Verb, ein Nebensatz. Nach einem Nebensatz kommt ein Komma.“