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Lerntechniken

Wie erstelle ich einen Lernplan für Klassenarbeiten und Prüfungen?

Kurze Antwort

Ein Lernplan zeigt, was du wann wiederholst. Gute Pläne haben kurze Lerneinheiten, mischen Fächer, greifen Themen nach Pausen wieder auf und lassen Zeit zum Ausruhen.

11–16 JahreWeiterführende Schule

In einem Satz

Ein Lernplan ist ein Kalender, der dir sagt, welches Thema du in jeder Lerneinheit bis zu den Prüfungen wiederholst.

Erklärt

Ohne Plan ist es leicht, immer wieder dein Lieblingsfach zu wiederholen und die schweren Themen bis zur letzten Minute liegen zu lassen. Ein Lernplan verteilt die Arbeit, damit jedes Thema Zeit bekommt und die schwersten am meisten.

Ein guter Plan leistet drei Dinge. Erstens verteilt er die Themen: Jedes Thema taucht mehr als einmal auf, mit Abständen von einigen Tagen oder Wochen. Das ist verteiltes Wiederholen. Zweitens mischt er Fächer, sodass du vielleicht Mathe, dann Geschichte und dann Naturwissenschaften lernst statt sechs Stunden Mathe am Stück. Drittens legt er fest, welche Art von Arbeit in jede Einheit gehört: am besten Selbsttests mit aktivem Abrufen statt bloßem Nochmal-Lesen.

Halte die Einheiten kurz genug, um dich zu konzentrieren. Viele arbeiten in Blöcken von 25 bis 45 Minuten mit 5 bis 10 Minuten Pause. Finde heraus, was zu dir passt. Plane Mahlzeiten, Bewegung, Zeit mit Freunden und genug Schlaf ein, denn müde Gehirne lernen schlecht. Lass jede Woche ein bis zwei freie Termine zum Aufholen, falls das Leben dazwischenkommt.

Fang wenn möglich mehrere Wochen vor den Prüfungen an. Vier Wochen gleichmäßiges Lernen sind viel weniger stressig als vier Nächte Pauken.

  • Uhr
  • Heft
  • Bleistift
  • Bett
Plane die Arbeit, plane die Pausen und plane den Schlaf.

Beispiele

Schritt für Schritt

  1. Prüfungen und Themen auflistenSchreib jedes Fach mit Prüfungstermin und allen Themen auf.
  2. Jedes Thema bewertenMarkiere sie grün (sicher), gelb (geht so) oder rot (schwach).
  3. Termine zählenWie viele Lerneinheiten hast du realistisch pro Woche?
  4. Termine füllenGib roten Themen mehr Termine und mische die Fächer innerhalb jedes Tages.
  5. Themen wiederholenPlane jedes Thema nach einigen Tagen und nach einigen Wochen noch einmal ein.
  6. Wöchentlich prüfenAktualisiere die Farben und verschiebe verpasste Einheiten auf freie Termine.

Ein Schultag nach dem Unterricht:

Zeit Einheit
16:30–17:00 Mathe: Teste dich zu Algebra
17:00–17:10 Pause
17:10–17:40 Geschichte: Karteikarten zu den Ursachen des Ersten Weltkriegs
abends Freizeit, dann Schlaf

Häufige Fehler

  • Zu viel planen. Ein Plan, den du nicht einhalten kannst, gibt dir das Gefühl, im Rückstand zu sein. Sei realistisch.
  • Einen ganzen Abend damit verbringen, ihn zu verschönern. Mach ihn schnell, dann fang an zu lernen.
  • Nur Lieblingsfächer wiederholen. Rote Themen brauchen die meiste Zeit.
  • Keine Ruhetage. Ausruhen gehört zum Plan und ist kein Scheitern.

Kurzes Quiz

Lernplan (Revision Timetable)

Teste dein Wissen mit 4 kurzen Fragen.

Frage 1 von 4

Was solltest du als Erstes tun, wenn du einen Lernplan erstellst?

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Bereite dich dann mit der Prüfungstechnik auf den Tag selbst vor.

Für Erwachsene

Verteiltes Wiederholen (Spaced Repetition)

Verteiltes Wiederholen heißt, Gelerntes mehrmals mit Pausen dazwischen zu wiederholen, statt alles auf einmal zu pauken. Die Pausen helfen den Erinnerungen, länger zu halten.

Lerntechniken · 9–16 Jahre

Aktives Abrufen

Aktives Abrufen heißt, dich selbst abzufragen und Wissen aus dem Gedächtnis zu holen, statt nur nochmal zu lesen. Es ist eine der am besten belegten Lernmethoden.

Lerntechniken · 9–16 Jahre

Prüfungstechnik

Prüfungstechnik sind die Fähigkeiten, mit denen du am Prüfungstag gut abschneidest: Fragen genau lesen, die Punkte zur Zeitplanung nutzen und deine Arbeit kontrollieren.

Lerntechniken · 10–16 Jahre

Notizen machen (Mitschreiben)

Gute Notizen sind kurz, in eigenen Worten und so geordnet, dass du dich später damit abfragen kannst. Methoden wie die Cornell-Notizen enthalten Fragen und eine Zusammenfassung.

Lerntechniken · 10–16 Jahre

Karteikarten

Karteikarten sind kleine Karten mit einer Frage auf der einen und der Antwort auf der anderen Seite. Sie wirken am besten, wenn du aus dem Gedächtnis antwortest, bevor du umdrehst.

Lerntechniken · 6–16 Jahre

Wachstumsdenkweise (Growth Mindset)

Ein Growth Mindset ist die Überzeugung, dass sich Fähigkeiten durch Übung, gute Strategien und Hilfe verbessern lassen. Beim Fixed Mindset glaubt man, dass man ein Talent entweder hat oder nicht.

Lerntechniken · 6–16 Jahre

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