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Erdkunde

Wodurch entsteht ein Erdbeben?

Kurze Antwort

Ein Erdbeben ist ein plötzliches Zittern des Bodens. Es entsteht, wenn Gesteine an einem Riss in der Erdkruste, einer Verwerfung, plötzlich aneinander vorbeirutschen.

7–12 JahreGrundschule

In einem Satz

Ein Erdbeben ist ein plötzliches Zittern des Bodens, das entsteht, wenn riesige Gesteinsblöcke unter der Erde verrutschen und gespeicherte Energie freigeben.

Erklärt

Die äußere Schale der Erde ist in riesige Stücke zerbrochen, die Erdplatten (tektonische Platten). Sie bewegen sich sehr langsam: Sie schieben sich zusammen, driften auseinander oder gleiten aneinander vorbei. Wo Platten aufeinandertreffen, können die Gesteine hängen bleiben. Über Jahre baut sich Druck auf, wie wenn du ein Lineal immer weiter verbiegst. Plötzlich bricht das Gestein und rutscht an einem Riss entlang, der Verwerfung. Die gespeicherte Energie strömt als seismische Wellen heraus, und der Boden bebt.

Der Ort unter der Erde, an dem das Rutschen beginnt, ist der Erdbebenherd. Die Stelle an der Oberfläche direkt darüber ist das Epizentrum, wo das Beben meist am stärksten ist. Fachleute zeichnen Beben mit einem Seismometer auf und beschreiben ihre Stärke mit einer Magnitude. Jeder Schritt auf der Skala setzt etwa 32-mal mehr Energie frei, also ist ein Beben der Magnitude 7 weit stärker als eines der Magnitude 5.

Die meisten Erdbeben sind zu klein, um sie zu spüren. Die großen passieren meist an den Rändern der Platten, besonders am Pazifischen Feuerring rund um den Pazifik, wo es auch viele Vulkane gibt. Ein Beben unter dem Meer kann das Wasser anheben und einen Tsunami auslösen, eine Reihe sehr großer Wellen.

Niemand kann den genauen Tag eines Erdbebens vorhersagen. Stattdessen kartieren Fachleute, welche Gebiete gefährdet sind, Ingenieure entwerfen Gebäude, die sich biegen statt zu brechen, und viele Länder üben Notfallregeln. Die langsame, unaufhaltsame Plattenbewegung hinter den Erdbeben ist dieselbe Kraft, die Berge auffaltet.

  • Haus
  • Stein
  • Welle
  • Glocke
Stabile Gebäude, Warnsysteme und geübte Abläufe helfen, Menschen zu schützen.

Beispiele

Schritt für Schritt

  1. HinhockenGeh auf Hände und Knie, damit dich das Beben nicht umwirft.
  2. Schutz suchenKriech unter einen stabilen Tisch oder schütze Kopf und Nacken mit den Armen.
  3. FesthaltenHalte dich an deinem Schutz fest, bis das Beben aufhört, und folge dann den Anweisungen von Erwachsenen.
Erdbeben Magnitude Gut zu wissen
Chile, 1960 9,5 das stärkste je gemessene
Japan, 2011 9,1 löste einen riesigen Tsunami aus
Nepal, 2015 7,8 erschütterte den Himalaya, nahe Kathmandu

Häufige Fehler

  • „Der Boden öffnet sich und verschluckt alles.“ Das ist meist eine Filmidee. Die echten Gefahren sind herabfallende Gegenstände, beschädigte Gebäude und Tsunamis.
  • „Während des Bebens nach draußen rennen.“ Die meisten Verletzungen entstehen durch herabfallende Dinge, wenn man sich bewegt. Hinhocken, Schutz suchen und festhalten ist besser.
  • Erdbebenherd und Epizentrum verwechseln. Der Herd liegt unter der Erde, das Epizentrum an der Oberfläche darüber.

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Frage 1 von 4

Was ist das Epizentrum eines Erdbebens?

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