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Erdkunde

Was ist ein Vulkan?

Kurze Antwort

Ein Vulkan ist eine Öffnung in der Erdkruste, aus der heißes geschmolzenes Gestein, Gase und Asche austreten. Mit der Zeit kann abgekühlte Lava mit Asche einen Berg aufbauen.

6–11 JahreGrundschule

In einem Satz

Ein Vulkan ist eine Stelle in der Erdkruste, an der geschmolzenes Gestein (Magma), Gase und Asche aus dem Inneren der Erde nach oben kommen. Oft baut sich daraus ein Berg auf, deshalb denken viele bei einem Vulkan an einen Berg mit einem Krater an der Spitze.

Erklärt

Tief unter der Erde ist es heiß genug, um Gestein zu schmelzen. Dieses geschmolzene Gestein heißt Magma. Sobald es draußen ist, heißt es Lava.

Ist ein Vulkan ein Berg?

Meistens ja, aber nicht immer. Jeder Ausbruch fügt eine neue Schicht aus Lava und Asche hinzu, und mit der Zeit wächst der Vulkan zu einem Berg. Es gibt aber auch Vulkane, die kein hoher Berg sind: breite, flache Vulkane, Kessel in der Landschaft und Vulkane, die versteckt unter dem Meer liegen. Und umgekehrt ist nicht jeder Berg ein Vulkan. Die Alpen zum Beispiel sind keine Vulkane: Sie sind entstanden, weil zwei Platten der Erdkruste aufeinander zugeschoben wurden (mehr dazu bei Berge).

Wie entsteht ein Vulkan?

Schritt für Schritt

  1. Gestein schmilzt.Tief unten im heißen Erdinneren schmilzt Gestein und wird zu Magma.
  2. Magma steigt auf.Es ist leichter als das feste Gestein ringsum und steigt nach oben. Es sammelt sich in einer Magmakammer.
  3. Der Druck steigt.Im Magma sind Gase gelöst. Wenn mehr Magma und Gas nachdrücken, wird der Druck größer.
  4. Das Magma sucht sich einen Weg.Es drückt sich durch Risse und den Schlot nach oben.
  5. Der Ausbruch.Das Magma tritt als Lava aus, oft mit Asche, Gas und Gesteinsbrocken.
  6. Der Berg wächst.Lava und Asche kühlen ab und werden fest. Schicht für Schicht entsteht ein Vulkanberg mit einem Krater an der Spitze.

Die meisten Vulkane entstehen an den Rändern der tektonischen Platten, der riesigen Schollen der Erdkruste (siehe Plattentektonik). Dort schieben sich Platten aufeinander zu oder voneinander weg, und Magma findet leichter einen Weg nach oben. Ein großer Gürtel aus Vulkanen und Erdbeben rund um den Pazifik heißt Pazifischer Feuerring. Einige Vulkane, wie die auf Hawaii, entstehen über "Hotspots" mitten in einer Platte.

Woraus besteht ein Vulkan?

Teil Was ist das?
Magmakammer der Hohlraum unter dem Vulkan, in dem sich das Magma sammelt
Schlot der Kanal, durch den das Magma nach oben steigt
Krater die Öffnung an der Spitze, aus der es ausbricht
Lava Magma, das an der Erdoberfläche austritt
Aschewolke Asche und Gas, die hoch in die Luft geschleudert werden
Vulkankegel der Berg aus abgekühlter Lava und Asche

Welche Arten von Vulkanen gibt es?

Manche Ausbrüche sind sanft, und dünnflüssige Lava fließt wie heißer Sirup heraus, so wie auf Hawaii. Solche Vulkane sind breit und flach (Schildvulkane). Andere Ausbrüche sind explosiv und schleudern Gas, Asche und Gestein hoch in den Himmel. Diese Vulkane sind oft hoch und steil (Schichtvulkane), weil sich Lava und Asche in Schichten übereinander legen. Stürzt ein Vulkan nach einem großen Ausbruch ein, bleibt ein riesiger Kessel zurück, eine Caldera.

Fachleute unterscheiden Vulkane außerdem so:

  • Aktiv: ist vor Kurzem ausgebrochen oder bricht gerade aus.
  • Ruhend: "schläft"; lange kein Ausbruch, aber er könnte wieder ausbrechen.
  • Erloschen: Man erwartet keinen Ausbruch mehr.

Vulkane können gefährlich sein. Deshalb beobachten Vulkanologen sie genau auf Warnzeichen wie kleine Erdbeben und Gase. Vulkane helfen den Menschen aber auch: Vulkanboden ist fruchtbar, und die Hitze im Untergrund kann Strom liefern. Abgekühlte Lava wird zu neuem Gestein, zum Beispiel Basalt, siehe Gesteine.

Gibt es Vulkane in Deutschland?

Ja, aber keine, die gerade ausbrechen. In der Eifel (vor allem in Rheinland-Pfalz) gibt es viele Spuren früherer Vulkane, zum Beispiel runde Seen in alten Kratern, die Maare, und den Laacher See, der in einer riesigen Caldera liegt. Die Eifel gilt als ruhend, nicht als ganz erloschen; der letzte Ausbruch liegt etwa 11 000 Jahre zurück. Der Vogelsberg in Hessen ist ein erloschener Vulkan, dessen Ausbrüche Millionen von Jahren zurückliegen. Auch der Kaiserstuhl am Oberrhein ist ein altes, erloschenes Vulkangebirge.

Male einen Vulkan an und beschrifte Magmakammer, Schlot, Krater und Lava.

Beispiele

Vulkan Land Art
Ätna Italien aktiv, einer der aktivsten in Europa
Vesuv Italien aktiv; sein Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. verschüttete die Stadt Pompeji
Kīlauea USA (Hawaii) aktiv, mit dünnflüssigen Lavaströmen
Kamerunberg Kamerun aktiv und der höchste Berg Kameruns
Fuji Japan ruhend; letzter Ausbruch 1707
Kilimandscharo Tansania ruhend
Eifel (Maare) Deutschland ruhend; Spuren alter Ausbrüche
Vogelsberg Deutschland erloschen

Vulkane gibt es sogar auf anderen Welten. Olympus Mons auf dem Mars ist der größte bekannte Vulkan im Sonnensystem.

Häufige Fehler

  • Unter der Erde von Lava sprechen. Unter der Erde heißt es Magma. Erst an der Oberfläche wird daraus Lava.
  • "Ruhend heißt für immer sicher." Ruhende Vulkane können wieder ausbrechen.
  • Denken, jeder Vulkan sei ein kegelförmiger Berg. Manche sind breit und flach, und viele liegen versteckt unter dem Meer.
  • Denken, jeder Berg sei ein Vulkan. Die meisten Berge, etwa die Alpen, sind nie ausgebrochen.

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Wie heißt Magma, wenn es die Erdoberfläche erreicht?

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