Crayonbird
Menü

Sprache und Grammatik

Wann schreibt man im Deutschen groß und wann klein?

Kurze Antwort

Im Deutschen schreibt man den Satzanfang, Nomen und Namen groß. Alles andere schreibt man klein. Ob ein Wort ein Nomen ist, erkennst du an der Artikelprobe.

7–12 JahreGrundschule

In einem Satz

Im Deutschen schreibt man das erste Wort im Satz, alle Nomen und alle Namen groß, die meisten anderen Wörter klein.

Erklärt

Im Deutschen gibt es eine besondere Regel, die viele andere Sprachen nicht kennen: Alle Nomen werden großgeschrieben, auch Tisch, Freude, Wasser oder Montag. Dazu kommen der Satzanfang und Eigennamen wie Lena, Berlin, Rhein, Zugspitze.

Wie erkennst du ein Nomen? Mit der Artikelprobe: Kannst du der, die, das oder ein, eine davorsetzen? der Tisch, die Freude, das Wasser. Manchmal steckt der Artikel versteckt in einem Wort: im Garten (in dem Garten), beim Essen (bei dem Essen), zum Schluss (zu dem Schluss).

Auch Verben und Adjektive werden großgeschrieben, wenn sie zu Nomen werden. Das nennt man Nominalisierung. Du erkennst sie an einem Artikel oder Wörtern wie viel, etwas, nichts, alles:

  • das Lesen, beim Schwimmen, zum Lachen
  • das Schöne, etwas Neues, nichts Besonderes, viel Gutes

Tageszeiten schreibst du nach heute, gestern, morgen groß: heute Morgen, gestern Abend. Wochentage mit -s am Ende sind Adverbien und stehen klein: montags, abends, mittags.

Die höfliche Anrede Sie mit Ihnen und Ihr schreibst du immer groß. Die Anrede du und dein darfst du in Briefen und Nachrichten klein schreiben.

  • Buch
  • Bleistift
  • Heft
Erst fragen: Kann ich einen Artikel davorsetzen? Dann schreibst du groß.

Beispiele

Satz Was ist groß?
Lena fährt mit dem Zug nach Hamburg. Satzanfang, Namen, Nomen
Das Lachen steckt an. Nominalisierung (das Lachen)
Ich habe etwas Leckeres gekocht. Nominalisierung nach „etwas“
Wir treffen uns heute Abend. Tageszeit nach „heute“
Dienstags haben wir Schwimmen. klein: dienstags, groß: Schwimmen (das Schwimmen)

Häufige Fehler

  • Verben oder Adjektive großschreiben, nur weil sie wichtig wirken. Die Kinder spielen mit kleinem spielen. Nur wenn ein Artikel davorsteht, wird daraus ein Nomen.
  • Nomen kleinschreiben, die nicht wie Dinge aussehen. Angst, Zeit, Glück sind Nomen. Auch Begriffe, die man nicht anfassen kann, schreibt man groß.
  • Die Artikelprobe vergessen. Bei jedem unklaren Wort: erst fragen, ob ein Artikel davorpasst.

Kurzes Quiz

Groß- und Kleinschreibung

Teste dein Wissen mit 4 kurzen Fragen.

Frage 1 von 4

Welcher Satz ist richtig geschrieben?

Üben

Probier es aus

Für Erwachsene

Nomen (Namenwörter)

Ein Nomen (Substantiv) ist ein Wort, das eine Person, einen Ort, ein Ding oder eine Idee benennt, wie Lehrerin, Berlin, Bleistift oder Glück. Im Deutschen schreibt man es groß.

Sprache und Grammatik · 5–9 Jahre

Großbuchstaben und Großschreibung

Groß schreibst du den Satzanfang, Namen und im Deutschen alle Nomen. Im Englischen sind es nur Satzanfang, Namen, das Wort I, wörtliche Rede und die meisten Titel.

Sprache und Grammatik · 5–9 Jahre

Proper nouns (Eigennamen im Englischen)

Ein Eigenname benennt eine bestimmte Person, einen Ort, Tag, Monat oder ein Ding, wie Zainab, Paris oder Tuesday. Im Englischen schreibt man nur Eigennamen groß.

Sprache und Grammatik · 5–9 Jahre

Adjektive (Wie-Wörter)

Ein Adjektiv ist ein Wort, das ein Nomen genauer beschreibt, zum Beispiel ein riesiger Elefant, eine saure Zitrone oder drei rote Luftballons.

Sprache und Grammatik · 5–10 Jahre

Adverbien

Ein Adverb gibt mehr Information zu einem Verb, Adjektiv oder anderen Adverb: wie, wann, wo oder wie oft. Beispiele sind gern, morgen, draußen oder immer.

Sprache und Grammatik · 6–11 Jahre

Alliteration

Eine Alliteration entsteht, wenn mehrere Wörter dicht beieinander mit demselben Laut beginnen, zum Beispiel „Fischers Fritze fischt frische Fische“. Das klingt eingängig.

Sprache und Grammatik · 5–14 Jahre

Zurück zum Schullexikon