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Sprache und Grammatik

Was ist ein Adverb?

Kurze Antwort

Ein Adverb gibt mehr Information zu einem Verb, Adjektiv oder anderen Adverb: wie, wann, wo oder wie oft. Beispiele sind gern, morgen, draußen oder immer.

6–11 JahreGrundschule

In einem Satz

Ein Adverb (auch Umstandswort) ist ein Wort, das genauer sagt, wie, wann, wo oder wie oft etwas passiert, zum Beispiel gern, morgen, draußen oder immer. Meistens beschreibt es ein Verb, manchmal auch ein Adjektiv oder ein anderes Adverb.

Erklärt

Was ist ein Adverb?

In Die Schnecke kroch wissen wir, was passiert ist. In Die Schnecke kroch langsam wissen wir auch, wie. Langsam gibt hier den Umstand an. Solche Wörter ergänzen meistens ein Verb. Im Deutschen heißen sie deshalb auch Umstandswörter: Sie beschreiben die Umstände einer Handlung.

Die vier wichtigsten Fragen

Frage Art Beispiele
Wo? Wohin? Ort hier, dort, draußen, oben, überall, dorthin
Wann? Wie lange? Zeit jetzt, bald, gestern, heute, später, lange
Wie? Auf welche Weise? Art und Weise gern, so, anders, kaum, umsonst
Warum? Grund deshalb, darum, trotzdem

Eine eigene Gruppe beantwortet die Frage Wie oft?. Man kann sie wie auf einer Leiter ordnen:

immer → meistens → oft → manchmal → selten → nie

Adverbien können auch Adjektive und andere Adverbien verstärken oder abschwächen: sehr kalt, ziemlich schnell, ganz gut, zu laut, besonders früh.

Wie erkennt man ein Adverb?

Schritt für Schritt

  1. Frag nach dem UmstandStell die Frage Wo? Wann? Wie? Wie oft? Warum? an das Verb. Wir spielen draußen. Wo spielen wir? Draußen.
  2. Versuch, eine Endung anzuhängenEchte Adverbien bleiben immer gleich. Der draußene Ball oder das gerne Kind gibt es nicht.
  3. Prüf, ob es allein stehen kannViele Adverbien kann man als Antwort allein sagen: Wann kommst du? Morgen.
  4. Schreib es kleinAdverbien schreibt man klein, auch heute, morgen und abends. (Nur der Morgen als Nomen wird großgeschrieben.)

Adverb oder Adjektiv?

Im Deutschen sieht ein Wort, das ein Verb beschreibt, oft genauso aus wie das Adjektiv: Der Hase ist schnell. Der Hase rennt schnell. Streng genommen nennt die deutsche Grammatik nur Wörter, die sich nie verändern, Adverbien, etwa hier, heute, gern oder oft. Ein Wort wie schnell ist ein Adjektiv, das hier adverbial gebraucht wird. In der Grundschule sagt man oft einfach: Es beschreibt, wie jemand rennt.

Einige echte Adverbien kann man trotzdem steigern, aber unregelmäßig:

  • gern – lieber – am liebsten
  • oft – öfter – am häufigsten
  • bald – eher – am ehesten

Adverbien im Englischen

Im Englischen ist das anders. Dort bildest du viele Adverbien, indem du die Endung -ly an ein Adjektiv hängst: quiet → quietly, happy → happily, gentle → gently. Aber nicht alle englischen Adverbien enden auf -ly (fast, soon, often, well), und nicht jedes Wort auf -ly ist ein Adverb (friendly, lovely, ugly sind Adjektive).

Adjektiv Adverb Regel
slow slowly einfach -ly anhängen
happy happily aus y wird i
gentle gently -le wird zu -ly
good well unregelmäßig
fast fast bleibt gleich

Die englischen Häufigkeitswörter stehen meist vor dem Hauptverb: I always walk to school. She never eats fish.

Adverbien im Satz

Adverbien können im Satz wandern, und so verschiebt sich die Betonung: Plötzlich ging das Licht aus. / Das Licht ging plötzlich aus. Wenn ein Adverb oder eine Wortgruppe so an den Satzanfang rückt, heißt das im Englischen fronted adverbial, mehr dazu bei vorangestellten Adverbialen.

  • Schnecke
  • Hase
  • Uhr
Die Schnecke kroch langsam, der Hase rannte schnell, die Uhr tickte gleichmäßig.

Beispiele

Satz Adverb Sagt uns
Sie flüsterte leise. leise wie
Wir fahren morgen ab. morgen wann
Stell die Taschen dorthin. dorthin wohin
Er isst nie Oliven. nie wie oft
Es war extrem heiß. extrem wie sehr
Es regnete, deshalb blieben wir drinnen. deshalb, drinnen warum, wo

Häufige Fehler

  • Im Englischen „good“ als Adverb benutzen. Sag You played well und nicht You played good. Im Deutschen ist „gut“ dagegen in beiden Fällen richtig.
  • Zu viele Adverbien auf -ly. She ran quickly wird mit einem stärkeren Verb besser: She sprinted.
  • Englische -ly-Wörter falsch schreiben. Aus y wird i: happy → happily; das e bei -le fällt weg: gentle → gently.
  • Zeitadverbien großschreiben. heute, morgen, abends schreibt man klein: Wir treffen uns morgen. Groß schreibt man nur die Nomen: am Morgen, am Abend.
  • „gerner“ sagen. Die Steigerung von gern ist lieber, am liebsten.

Kurzes Quiz

Adverbien

Teste dein Wissen mit 4 kurzen Fragen.

Frage 1 von 4

Finde das Adverb: Die Schnecke kroch langsam.

Üben

Probier es aus

Teste dich selbst. Die Lösungen stehen darunter.

  1. Finde die Adverbien: Morgen spielen wir draußen.
  2. Auf welche Frage antwortet oft in Wir sind oft im Schwimmbad?
  3. Steigere gern.
  4. Bilde englische Adverbien: slow, happy, gentle.
  5. good oder well? She sings very ___.

Lösungen: 1) morgen (wann?) und draußen (wo?). 2) Wie oft? 3) gern, lieber, am liebsten. 4) slowly, happily, gently. 5) well, weil es beschreibt, wie sie singt.

Grammatikübungen für 7 bis 8 Jahre

Für Erwachsene

Verben (Tuwörter)

Ein Verb ist ein Wort für eine Tätigkeit (laufen, essen, schreiben) oder einen Zustand (sein, scheinen, wissen). Fast jeder Satz hat eins, und Verben ändern sich, um die Zeit zu zeigen.

Sprache und Grammatik · 5–10 Jahre

Adjektive (Wie-Wörter)

Ein Adjektiv ist ein Wort, das ein Nomen genauer beschreibt, zum Beispiel ein riesiger Elefant, eine saure Zitrone oder drei rote Luftballons.

Sprache und Grammatik · 5–10 Jahre

Vorangestellte Adverbiale (Fronted Adverbials)

Ein Fronted Adverbial ist eine Wortgruppe am Satzanfang, die sagt, wie, wann, wo oder warum, im Englischen mit Komma (Later that night, the owl hooted). Ein englischer Grammatikbegriff.

Sprache und Grammatik · 8–11 Jahre

Suffixes (Nachsilben im Englischen)

Ein Suffix ist eine Buchstabengruppe am Wortende, die die Bedeutung oder die Aufgabe eines Wortes ändert, wie -ful in helpful, -ness in kindness oder -ed in jumped. Es geht um Englisch.

Sprache und Grammatik · 6–12 Jahre

Alliteration

Eine Alliteration entsteht, wenn mehrere Wörter dicht beieinander mit demselben Laut beginnen, zum Beispiel „Fischers Fritze fischt frische Fische“. Das klingt eingängig.

Sprache und Grammatik · 5–14 Jahre

Gegenteile (Antonyme)

Ein Antonym ist ein Wort, das das Gegenteil eines anderen Wortes bedeutet, zum Beispiel heiß und kalt, oben und unten oder glücklich und unglücklich.

Sprache und Grammatik · 5–12 Jahre

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