Atome gehen Bindungen ein, um eine volle Außenschale zu erreichen. Bei der Ionenbindung gibt ein Metall Elektronen an ein Nichtmetall ab, und es entstehen entgegengesetzt geladene Ionen, die durch starke elektrostatische Anziehung zusammengehalten werden. Natrium gibt ein Elektron ab und wird zu Na⁺; Chlor nimmt eines auf und wird zu Cl⁻. Metalle der Gruppe 1 bilden 1+-Ionen, Gruppe 2 bildet 2+, Gruppe 6 bildet 2− und Gruppe 7 bildet 1−.
Bei der kovalenten Bindung teilen sich Nichtmetallatome Elektronenpaare und bilden Moleküle wie H₂O, CH₄ und Cl₂ oder Riesenstrukturen wie Diamant. Bei der Metallbindung geben Metallatome ihre Außenelektronen ab und bilden ein Gitter aus positiven Ionen in einem „Meer“ aus frei beweglichen (delokalisierten) Elektronen. Die Formel einer Ionenverbindung gleicht die Ladungen aus: Mg²⁺ und Cl⁻ ergeben MgCl₂.
Beispiel mit Lösung
Wie lautet die Formel der Verbindung aus Aluminium (Al³⁺) und Sauerstoff (O²⁻)?
- Die Ladungen müssen sich zu null ausgleichen.
- Zwei Al³⁺ ergeben +6; drei O²⁻ ergeben −6.
Antwort:Die Formel ist Al₂O₃.
Schlüsselwörter
- Ion
- ein Atom, das Elektronen aufgenommen oder abgegeben hat
- ionische Bindung
- Anziehung zwischen entgegengesetzt geladenen Ionen
- kovalente Bindung
- ein gemeinsames Elektronenpaar
- delokalisierte Elektronen
- Elektronen, die sich frei durch ein Metall bewegen können
Jedes Mal neue Fragen.
Mit Bezug auf NGSS: HS-PS1-2