Lange Alkane sind weniger nützlich als kurze, deshalb werden sie durch Cracken zerlegt: Der Dampf wird über einem heißen Katalysator erhitzt (katalytisches Cracken) oder bei sehr hoher Temperatur mit Wasserdampf gemischt (Steamcracken). Beim Cracken entstehen kürzere Alkane für Brennstoffe und Alkene. Alkene wie Ethen C₂H₄ haben eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung und die allgemeine Formel CₙH₂ₙ. Sie sind ungesättigt: Bromwasser wird beim Schütteln mit einem Alken von orange zu farblos, bleibt mit einem Alkan aber orange.
Alkene gehen Additionsreaktionen ein: Wasserstoff lagert sich an und bildet Alkane, und Wasserdampf lagert sich (mit einem Katalysator) an und bildet Alkohole. Alkohole enthalten die –OH-Gruppe: Methanol, Ethanol, Propanol. Ethanol wird durch Gärung von Zucker mit Hefe oder aus Ethen und Wasserdampf hergestellt. Alkohole verbrennen als Brennstoffe und können zu Carbonsäuren oxidiert werden, etwa zu Ethansäure (Essigsäure) im Essig.
Beispiel mit Lösung
Wie könntest du Hexan von Hexen unterscheiden?
- Gib zu beiden Bromwasser und schüttle.
- Hexen ist ein Alken, daher entfärbt es Bromwasser.
Antwort:Hexan ist ein Alkan, daher bleibt das Bromwasser orange.
Schlüsselwörter
- Cracken
- Aufspalten langer Kohlenwasserstoffe in kürzere
- Alken
- Kohlenwasserstoff mit einer C=C-Doppelbindung, CₙH₂ₙ
- ungesättigt
- enthält eine C=C-Doppelbindung
- funktionelle Gruppe
- die Gruppe, die einer Stoffklasse ihre Reaktionen verleiht, z. B. –OH
Jedes Mal neue Fragen.
Mit Bezug auf NGSS: HS-PS1-2