Die Elektrolyse nutzt Strom, um eine Ionenverbindung zu zerlegen, die geschmolzen oder gelöst ist, sodass sich ihre Ionen bewegen können. Die Flüssigkeit ist der Elektrolyt. Positive Ionen (Kationen) wandern zur negativen Elektrode (Kathode) und nehmen Elektronen auf: Sie werden reduziert. Negative Ionen (Anionen) wandern zur positiven Elektrode (Anode) und geben Elektronen ab: Sie werden oxidiert. Geschmolzenes Bleibromid liefert Blei an der Kathode und Brom an der Anode.
In wässrigen Lösungen liefert auch das Wasser H⁺- und OH⁻-Ionen. An der Kathode entsteht Wasserstoff, wenn das Metall reaktiver als Wasserstoff ist; andernfalls scheidet sich das Metall ab. An der Anode entsteht Sauerstoff, außer die Lösung enthält Halogenid-Ionen; dann entsteht das Halogen. Aluminium wird durch Elektrolyse von Aluminiumoxid gewonnen, das in geschmolzenem Kryolith gelöst ist, was den Schmelzpunkt senkt und Energie spart; die Kohlenstoffanoden brennen ab und müssen ersetzt werden.
Beispiel mit Lösung
Was entsteht bei der Elektrolyse von Natriumchloridlösung an den beiden Elektroden?
- Kathode: Natrium ist reaktiver als Wasserstoff, daher entsteht Wasserstoffgas.
- Anode: Chlorid-Ionen sind vorhanden, daher entsteht Chlorgas.
Antwort:Wasserstoff an der Kathode, Chlor an der Anode (Natriumhydroxid bleibt in der Lösung).
Schlüsselwörter
- Elektrolyt
- die geschmolzene oder gelöste Ionenverbindung
- Kathode
- negative Elektrode; hier werden Kationen reduziert
- Anode
- positive Elektrode; hier werden Anionen oxidiert
- Halbgleichung
- zeigt die an einer Elektrode aufgenommenen oder abgegebenen Elektronen
Jedes Mal neue Fragen.
Mit Bezug auf NGSS: HS-PS1-2