Antibiotika wie Penicillin töten Bakterien im Körper ab; gegen Viren wirken sie nicht. Schmerzmittel wie Paracetamol lindern Symptome, töten aber keine Erreger ab. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika hat zu resistenten Stämmen wie MRSA geführt, weil resistente Bakterien überleben und sich vermehren. Um das zu bremsen, verschreiben Ärzte keine Antibiotika bei Virusinfektionen, und Patienten nehmen die Kur bis zum Ende ein.
Neue Medikamente werden auf Giftigkeit, Wirksamkeit und Dosis geprüft. Zuerst werden sie in präklinischen Studien an Zellen, Gewebe und Tieren getestet. Dann folgen klinische Studien mit gesunden Freiwilligen bei niedrigen Dosen, danach mit Patienten. In einer Doppelblindstudie wissen weder Patienten noch Ärzte, wer das Medikament und wer ein Placebo erhält, was Verzerrungen vermeidet. Die Ergebnisse werden vor der Veröffentlichung von anderen Wissenschaftlern geprüft (Peer-Review).
Beispiel mit Lösung
Warum hilft ein Antibiotikum nicht bei einer Erkältung?
- Erkältungen werden durch Viren verursacht.
- Antibiotika töten Bakterien, keine Viren.
Antwort:Das Antibiotikum würde also nicht helfen und könnte Resistenzen fördern.
Schlüsselwörter
- Antibiotikum
- ein Medikament, das Bakterien abtötet
- Resistenz
- Bakterien, die von einem Antibiotikum nicht mehr abgetötet werden
- Placebo
- eine Scheinbehandlung ohne Wirkstoff
- doppelblind
- weder Patient noch Arzt wissen, wer das Medikament bekommt
Jedes Mal neue Fragen.
Mit Bezug auf NGSS: HS-LS1-2